Grundsätze

1. Das Prinzip

Die heilige Schrift, die Bibel, vergleicht im Neuen Testament die Gemeinde mit einem Leib (1. Korinther 12, 12-31).
Der Leib hat viele Glieder und Organe. Alle Glieder sind für den Leib notwendig. Keines ist überflüssig, jedes hat seine Aufgabe. Dabei geht es lebendig und dynamisch zu – wie im richtigen Leben. Es gibt auch Komplikationen, die verarztet werden müssen. Jedes ist ein Individuum und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft, die auf seinen Beitrag angewiesen ist. Man dient einander und empfängt voneinander. Fehlende oder unterbesetzte Funktionen müssen aufgefüllt werden.

Das Haupt, der Kopf, die Mitte der Gemeinde ist Jesus Christus (Epheser 1, 22). Alles dreht sich um ihn, wie ein Rad um die Achse.
Es gibt also keine Rangfolge zwischen den Gliedern. Die Unterordnung gehört Jesus, dem Haupt. Gegenseitige Unterordnung und Wertschätzung bestimmen das Dienst-Klima.
Abweichungen von diesem Idealbild sind die schon angesprochenen Komplikationen, die verarztet werden müssen. Da die Gemeinde ausschließlich aus unvollkommenen Menschen besteht, wird an irgendeiner Stelle ständig vergebend verarztet. Trotzdem will sie das Idealbild der Gemeinde als ihr Leitbild beibehalten.
In der Freien Christen-Gemeinde Lichtenau sind die Dienstbereiche wie im Schaubild dargestellt organisiert. Jedes Mitglied ist als Mitarbeiter gemäß seiner Begabung gefragt. Die Dienstbereiche sind eine Momentaufnahme und von daher bei Bedarf erweiterbar und veränderlich.
Wir wollen eine Gemeinde werden, in der alle Mitglieder auch Mitarbeiter sind. Schließlich ist dies der Wunsch Jesu. Und er gibt hier die Richtung vor.

2. Partnergemeinden
Die Freie Christen-Gemeinde Lichtenau ist eine selbständige Kirchengemeinde ohne Bindung an eine Dachorganisation.
Wir führen aber trotzdem kein Einzelkämpferdasein.
In einer Arbeitsgemeinschaft freier Kirchen im Raum Paderborn werden regelmäßig Erfahrungen ausgetauscht und im 2-Jahresrhytmus die „Tage der Hoffnung“ ausgerichtet.
Wir bringen uns zusätzlich in der partnerschaftlich konzipierten Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Gemeinden (AeG) ein, um gemeinsam mit anderen Gemeinden in Deutschland für größere Projekte (Mission, Tagungen, Konferenzen) Synergieeffekte zu nutzen.
Die Arbeitsgemeinschaften dienen nicht zuletzt der gegenseitigen Horizonterweiterung und Korrektur. Sie sind ein Schutz vor Einseitigkeiten und Bereicherung in der Vielfalt.

3. Finanzen
„Freie Christen-Gemeinde e.V.“ ist ein eingetragener Verein und finanziert sich aus freiwilligen Spenden. Wir haben keine Kirchensteuereinnahmen und erheben keine Pflicht- bzw. Mitgliedsbeiträge.
Es gilt das biblische Prinzip nach 2. Korinther 9, 7: Jeder gebe, wie sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.
Wir bezeugen, dass Gott sich zu der Anweisung in der Heiligen Schrift bekennt. Es kommt immer genügend zusammen, damit die laufenden Kosten gedeckt und der Finanzierungskredit für den Bau des Gemeindehauses planmäßig abgetragen werden kann. Darüber hinaus bleibt immer noch ein gewisser Spielraum zur Beteiligung an Missions- und Hilfsprojekten.
Ein fröhlicher Geber gibt mehr als jemand, der nur seine Pflicht erfüllt. Er erlebt, dass er dabei nicht zu kurz kommt: „An Gottes Segen ist alles gelegen“. Diese Aussage ist zwar alt, aber sie ist wahr.